Mediation und Gewaltprävention

 

„Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort.

 Dort treffen wir uns.“

 (Rumi)

 

 

Mediation ist ein Verfahren, um auf konstruktive Art und Weise zwischenmenschliche Konflikte zu deeskalieren und in weiterer Folge zu bearbeiten. Mediation in der Schule hat die Entwicklung und Förderung einer konstruktiven und kooperativen Konfliktkultur zum Ziel.

 

Mediation in der Schule im engeren Sinne bezeichnet das Mediationsgespräch als Kern der Konfliktbearbeitung. Hier können Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche, so genannte Peer-Mediator/innen, die ausschließlich auf Schülerebene und nur zu gleichaltrigen und jüngeren Schüler/innen vermittelnd tätig sind, in der Vermittlung in Konflikten als unparteiische Dritte tätig werden.

 

Mediation in der Schule im weiteren Sinne besteht aus der Integration von Mediation und mediativen Elementen in das pädagogische Konzept. Dabei gilt es die Schulen bedürfnis-, prozess- und ressourcenorientiert in ihrem Schulentwicklungsprozess zu beraten und zu begleiten, um präventive Maßnahmen zu gestalten, die nachhaltig und wirkungsvoll für ihren Schulstandort sind.

 

Angebote

 

  • Mediationen und Konfliktmoderationen
    Konfliktklärung zwischen den Beteiligten (Einzelpersonen, innerhalb einer Gruppe und zwischen Gruppen) mit professioneller Führung.
  • Klärungsgespräche
    Hilfe im individuellen Einzelfall – Schulleiter/innen, Pädagog/innen, Schüler/innen und Eltern können sich vertraulich an die Schulmediation wenden – sollte Vermittlung nicht das passende Element sein, welches es zur Beruhigung der Situation benötigt, wird bei Bedarf professionell zu anderen Institutionen und Ansprechpartnern weitervermittelt.
  • Kommunikationsberatung
    Unterstützung bei der Vorbereitung auf schwierige Gespräche und Gesprächskonstellationen.
  • Implementierung von Peer-Mediations- und Buddyprogrammen am Schulstandort
    Mittlerweile ist die Peer-Mediation ein fester Bestandteil der Kärntner Schulkultur geworden. Die Implementierung der Peer-Mediation und ähnlicher Programme (Friedenstifter-Training, Streitschlichter, Buddy-Programme,…) hat immer mit Schulentwicklungsprozessen zu tun, die extern durch die Schulmediation begleitet werden können. Zusätzlich wird in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule seit 2008 ein viersemestriger Hochschullehrgang „Mediation und Konfliktkompetenz im Bildungsbereich – Ausbildung zum Coach für Peer-Mediation“ angeboten, der Multiplikator/innen aller Schultypen für die Kärntner Schulen ausbildet.
  • „Schüler/innen helfen Schüler/innen“
    Um den Inhalt und die pädagogische Arbeit zum Thema „Peer-Mediation & Buddy-Programme“ an den Kärntner Schulen zusätzlich zu unterstützen, werden ausgewählte Veranstaltungen und Workshops angeboten. Diese sind inhaltlich sowohl für bereits ausgebildete und zukünftige Peer-Mediator/innen sowie für Buddies und jene Schüler/innen, die helfend und unterstützend anderen Schüler/innen zur Seite stehen, konzipiert und werden von der Schulmediation und verschiedenen Kooperationspartner/innen gestaltet:

    - Workshop I: „Gewaltfreie Kommunikation“
    - Workshop II: „Net Attack – Wenn dir das Internet blöd kommt! Wehr dich gegen Mobbing im
                           Netz“
    - Workshop III: „Wenn sich zwei streiten…“ – Umgang mit Konflikten
    - Workshop IV: „Der Klassenrat“
    - Workshop V: „Arbeit mit Gruppen – Kooperation & Teamarbeit“
    - Workshop VI: „Phasen der Mediation – Rollenspiele und Übungen“
    - Vernetzungstreffen der Peer-Coaches
  • Mobbing- und Gewaltprävention - Gewaltpräventive Schulentwicklung
    Auf der Basis von evidenzbasierten Gewaltpräventionsprogrammen werden Schulen in ihrem gewaltpräventiven Schulentwicklungsprozess beraten und unterstützt. Die Grundlage ist ein Mehr-Ebenen-Ansatz auf dem Maßnahmen für die gesamte Schule (Schulebene), für einzelne Klassen (Klassenebene) und für einzelne Schüler/innen (Individualebene) geplant und umgesetzt werden.

    Folgende Beiträge kann Schulmediation zur Mobbing- und Gewaltprävention bieten:
    o Beratungen im Konflikt-/Mobbingfall
    o Vernetzungsgespräche führen und gestalten – gemeinsame Vorgehensweise sichtbar machen
    o Vermittlung zwischen unterschiedlichen Sichtweisen, Interessen, Befindlichkeiten und
       Zusammenführung zum gemeinsamen Ganzen
    o Mediationen und Konfliktmoderationen nach den ersten Mobbinginterventionen vor Ort
    o Nachbereitung mit Klassengemeinschaften und zukunftsorientiertes Arbeiten zum Thema im
       Rahmen von Workshops
    o Begleitung und Umsetzung von evidenzbasierten Gewaltpräventionsprogrammen
       (Friedensstifter-Training, Faustlos, WiSK-Programm, …)
    o Implementierung von konstruktiven kooperativen Konfliktbearbeitungsmöglichkeiten –
       gewaltpräventive Schulentwicklung
  • Fortbildungsangebote
    Bedarfs- und bedürfnisorientierte Fortbildungsangebote für Pädagog/innen, Schüler/innen und Eltern erfahrungsgemäß zu folgenden Themenbereichen:
    - Kommunikation und Konflikt
    - Gewaltprävention und konstruktive Konfliktbearbeitung
    - Konfliktgespräche führen
    - Peer-Mediation und Buddy-Programme
    - Gewaltfreie Kommunikation
    - Mediation und Konfliktmanagement
  • Informationsveranstaltungen
    Zur Aufklärung und zur Sensibilisierung des Themas Mediation in der Schule und Gewaltprävention werden Informationsveranstaltungen im Rahmen von Kurzvorträgen, Pädagogischen Konferenzen und Elternabenden gestaltet.

 

 

 

Ansprechperson:

 

Anna Maria Gabalier, BEd MA

Mediation und Gewaltprävention

Mobil: +43/664/6202620

E-Mail: anna.gabalier@beratung.ksn.at

 

 

 

  

38. Schulwoche

 

27. - 29. Mai  2019

Das Wertvollste im Leben

ist die Entfaltung der Persönlichkeit.
Albert Einstein

Willst du den Charakter

eines Menschen erkennen,

so gib ihm Macht.


Abraham Lincoln

16. Präsident von Amerika